Rezensionen zu "Achtung! Ich bin dabei!"

Meinolf Berendes

In ihrer Geschichte beschreibt Myriam Dürring eine Woche im Leben von fünf Zwölfjährigen. Das sind der angepasste Piet, sein frecher, etwas flegelhafter Freund Momme, der extrovertierte Italiener Luca, der zugezogene Till mit Öko-Eltern und der dicke Außenseiter Christoph. Unterschiedlicher können die Jungen kaum sein. Im Rahmen einer Projektwoche sollen sie sich mit dem Thema „Respekt“ auseinandersetzen – keine leichte Aufgabe für einander weitgehend fremde Jugendliche, bei denen obendrein Ignoranz, Hänseleien und Witze auf Kosten anderer bisher an der Tagesordnung waren. Doch das Unmögliche geschieht: Die Fünf raufen sich zusammen, werden ein Team und lösen ihre Aufgabe am Ende mit Bravour. Im Rahmen dieses Prozesses lernen sowohl die Jugendlichen als auch der Leser, im Alltag rücksichtsvoller miteinander umzugehen und anderen ein Vorbild zu sein. „Achtung – Ich bin dabei“ ist meines Erachtens ein erstaunliches Erstlingswerk von hohem pädagogischen Wert. Dabei handelt es sich um eine spannende Entwicklungsgeschichte, die für Jugendliche und Erwachsene – vor allem für Lehrer – in gleicher Weise lohnenswert ist. Die Geschichte macht Mut, sich auf gruppendynamische Prozesse einzulassen und Schüler selbstständig arbeiten und entdecken zu lassen. Insgesamt besitzt das Buch das Potential, echte Verhaltensänderungen beim Leser auszulösen. Das ist etwas, das nicht viele Geschichten für sich in Anspruch nehmen können.

Frau Flamme-Müller (IGS Rodenberg)

Ein neues Jugendbuch zum Thema: „Respekt – Umgang miteinander!“ ist im Februar 2015 erschienen. Myriam Dürring hat ihr Erstlingswerk veröffentlicht. Es geht um eine ganz normale Schulklasse mit ganz normalen Schwierigkeiten und einer anstehende Projektwoche. Im Mittelpunkt stehen fünf Jungen einer 6. Klasse, die sich erst noch zusammenraufen müssen. Drei von ihnen sind schon befreundet, ein Junge ist gerade neu in die Klasse gekommen und ein Junge ist bisher aufgrund seines Übergewichts und seiner Ängstlichkeit ein Außenseiter gewesen. Nun heißt es miteinander arbeiten müssen. Viele Missverständnisse und Kabbeleien werden im Laufe des Buches überwunden und die gestellte Aufgabe in der Projektwoche kann beginnen. Der Umgang der Jungen und Mädchen dieser Schulklasse ist sehr realistisch dargestellt und auch die familiären Hintergründe sind aus dem Leben gegriffen. Jeder kann sich an der einen oder anderen Stelle wiederfinden. Ob die Projektwoche und besonders die Gruppenarbeit der fünf Hauptfiguren ein Erfolg wird, muss jeder selbst herausfinden. Myriam Dürring hat ihr Werk selbst drucken lassen, um alle Rechte am Buch behalten zu können. Die Autorin hat sich auch viele Gedanken gemacht, wie dieses Buch in einer Schulklasse eingesetzt werden könnte und ein umfangreiches Begleitmaterial erstellt. Dabei gibt es Gesprächsanlässe, Spiele und verschiedene Aufgaben, die man mit Schülerinnen und Schülern bearbeiten kann. Einsetzen lässt sich das Buch in den 4. bis 6. Jahrgängen. Sicherlich ist es auch für jede Schulbibliothek eine Bereicherung.